Die überwiegende Zahl der Leute, die sich einen PC kaufen, hegen durchaus seriöse Absichten dabei: Sie möchten neben dem Internet mit seinen vielen Anwendungen, die es bietet, den PC auch nutzen,
um die "alltäglichen Dinge der Korrespondenz" zu erledigen. Darunter fällt z.B. sehr häufig das Verfassen von Briefen oder das Erstellen kleinerer Kalkulationen.
Viele kaufen ihren PC als sogenanntes Komplettsystem, was bedeutet, dass unter anderem die häufig benötigte Office-Software vorinstalliert ist. Doch was tun, wenn das gewünschte Programm nicht auf
dem Rechner zu finden ist oder nur in einer 30-Tage-Testversion (wie dies seit einiger Zeit wohl auch modern ist)? Nun, man kann natürlich erneut Geld investieren und sich das Office-Paket von
Microsoft kaufen. Doch es geht kostengünstiger:
Ich möchte heute einige Alternativen zum Microsoft Office vorstellen, hierbei steht der Fokus auf dem Thema Textverarbeitung. Tabellenkalkulation und Präsentationen sind zwar häufig auch
Bestandteil der Pakete, doch betrachte ich diese jetzt mal nicht.
Das erste Paket, welches ich selbst auch gerne an erster Stelle weiterempfehle, ist
OpenOffice.Org. Es besteht aus einem ähnlich geschnürtem
Paket wie das "Original" von Microsoft, bietet also eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation, ein Präsentationstool und eine Datenbank. Für Neueinsteiger ist das Programm wie auch für
Umsteiger aus der Microsoft-Welt intuitiv bedienbar und steht meiner Meinung nach dem Microsoft Office in nichts nach. Umsteiger wie Neulinge werden schnell die Möglichkeit der Erzeugung von
PDF-Dateien sowie des relativ problemlosen Öffnens und Speicherns von Dateien im Microsoft Office-Format zu schätzen wissen, auch wenn es hin und wieder kleinere Layout-Probleme gibt (die sich aber
in der Regel problemlos korrigieren lassen).
Ein zweites Paket, welches jetzt eher zu den Web 2.0-Anwendungen zu zählen ist, ist das Office-Bundle von
Google. Hierbei handelt es sich nicht
um eine lokal auf dem Rechner installierte Office-Suite sondern um ein Paket an Websites des Suchmaschinenanbieters Google, welches es ebenfalls ermöglicht, Texte und Tabellen zu erstellen.
Ich möchte hier jetzt dringend erwähnen, dass bei der Nutzung der Google-Produkte man sich über seine Datensicherheit durchaus seine Gedanken machen sollte, denn: Die gespeicherten Daten liegen
nicht mehr lokal auf dem eigenen Rechner, sondern auf den Servern von Google. Inwiefern nun ein weltweit operierendes Unternehmen in der Größe von Google die bei sich gelagerten Daten für die
eigenen Zwecke ausnutzt, kann ich nicht sagen, jedoch würde ich persönlich auf diese Art keine wirklich wichtigen und schützenswerten Daten verarbeiten wollen.
Doch nun zum Funktionsumfang der Google-Office-Suite (so möchte ich sie mal nennen): Man kann MS Office-Dateien importieren und exportieren, gleiches bezieht sich auch auf OpenOffice.Org-Dateien.
Auch lassen sich PDF-Dateien mit den Tools erstellen. Die Bedienung ist jedoch noch ein wenig holprig, wobei hier in den letzten Monaten immer wieder Verbesserungen vorgenommen wurden.
Wer nur eine Textverarbeitung benötigt, dem sei
AbiWord ans Herz gelegt. Ähnlich wie OpenOffice.Org ist AbiWord ein Open-Source-Programm,
welches zur kostenlosen Nutzung im Internet bereit steht und für verschiedene Betriebssysteme (und im Quellcode) verfügbar ist. AbiWord kann die gängigen Office-Dateien (Word und OpenOffice.Org),
aber auch andere Formate lesen und schreiben, was es zu einem nützlichen Tool macht für diejenigen, die die Installation eines riesigen Paketes scheuen oder eben nur eine Textverarbeitung
benötigen.
Neueste Kommentare